Paris und Geburtstag

Hallo zusammen!

Danke schonmal für die vielen lieben Glückwünsch & Geschenke - mir wirds die nächsten Monate definitiv an nichts mangeln

Aber erstmal zum Wochenende: 

Freitag fiel passenderweise der Kurs beim Griechen wegen Krankheit aus (dafür findet er nun diese Woche statt, aber wir haben ja morgen schon frei), was mir sehr entgegen kam, da ich wegen "etwas" verschlafen (geplantes aufstehen war 8.30, aufgestanden bin ich um 11.15...) nicht mehr ganz in meinem Zeitplan (noch was für die Uni ausdrucken, ein Buch zurückgeben, einkaufen, mit katha treffen für die PPT-Präsentation am Mittwoch) lag. Aber so hatte ich ja dann 3 Stunden mehr Zeit. 

Nachdem das alles erledigt und ich geduscht war, bin ich gegen 20.00 am Bahnhof gewesen, um nach Paris zu fahren. Erstmal n kleiner Schock: da von Mittwoch bis Freitag um 7.00 morgens SNCF-Streik war, war ein Zug ne Stunde vorher nach Paris noch mit 1 1/2 Stunden Verspätung unterwegs, viele andere Züge hatten auch 10-40 Minuten Verspätung. Aber ausnahmsweise gehörte ich mal zu den Glückspilzen, bei denen mit der Bahn alles glatt läuft und um 20 nach 9 war ich planmäßig am Gare Montparnasse. Mit 40 Minuten um zum Gare du Nord zu kommen lag ich genau richtig in der Zeit, um um 22.05 Anne + Anne vom Thalys einzusammeln. 

Nachdem Anne-Kathrin Bekanntschaft mit französischen Sicherheitsbeamten gemacht hat [ça va?] ging's kurz zu 'MacDo' um die beiden vor dem Hungertod zu retten. Groß war der Schrecken über a) die französische Aussprache englischer Wörter und b) den Preis eines einfachen Cheeseburgers (1,75 &euro

Nach einer Metro Fahrt waren wir dann in der Nähe der Bastille, um unser Hostel zu suchen - was nach 2 mal in die falsche Richtung laufen auch gelang. Das Zimmer war ok, wenn man von der Tatsache absieht, dass gerade frisch gestrichen war und es richtig böse nach frischer Farbe roch - und dass an Annes Bettdecke "grüner Schleim" war, wie sie es nannte. 

Auch die Tatsache, dass die Duschen auf dem Flur gerade renoviert waren und das Frühstück nicht zu den üppigsten gehörte, lässt sich bei einem Preis von 16 € pro Person pro Nacht überleben. Nachdem wir am nächsten Morgen also mehr oder minder gestärkt waren, ging es zuerst mit der Metro zum Gare Montparnasse, wo die beiden Annes ihr Gepäck einschließen konnten (dazu musste man es durchleuchten lassen, die beiden erklärten mir hinterher, dass ich schon wunderbar meine Geschenke hätte begutachten können, wenn ich dran gedacht hätte). Um die Gelegenheit zu nutzen (die Sonne schien, wir hatten richtig tolles Wetter) ging's dann hoch auf den Tour Montparnasse, ein ordentlich hohes Gebäude, von dem aus man auf knapp 200m Höhe einen super Ausblick über ganz Paris hat - und auch Fotos von oben machen kann, auf dem der Eiffelturm mit drauf ist, was schwer werden kann, wenn man auf dem Eiffelturm ist ;D (und am Tour Montparnasse gibts auch nicht so üble Warteschlangen wie am Eiffelturm, wir waren in 5 Minuten oben).

Nachdem wir dort einige Zeit verbracht und uns alles aus der Vogelperspektive angeguckt haben ("Oh guck mal die ganzen Autos da unten sehen aber komisch ist!" 'Äh, Anne, das sind keine Autos, das ist ein Friedhof!') gings wieder ab in die Metro und auf auf die Ile de la Cité, Notre-Dame angucken. Von da aus dann (in welcher Reihenfolge weiß ich nicht mehr) ein Teil des obligatorischen Touri-Programmes: Eiffelturm, Panini-Essen in der Stadt, Louvre, Champs-Elysées  und dann ging's schon wieder bald auf zum Bahnhof, da um 18.00 der Zug nach Le Mans fuhr.

Um 19.00 angekommen in Le Mans, ging's schnell mit der Tram zum Wohnheim (O-Ton Anne-Kathrin als sie das Zimmer sah:'Äh, ist das schon alles oder kommt da noch was???'), Sachen abladen, Lisa und Jessi treffen und schon wieder ab in die Stadt, weil für 20.30 der Tisch in "Les Ducs", einer tollen Crêperie, reserviert war. Nachdem wir uns ordentlich an Galettes sattgegessen hatten (mit Ausnahme von Anne-Kathrin, nicht wahr.. die hat gleich nen Nachtisch bestellt ) gings kurz zu MacDo, ein Eis essen und dann kamen Katha und Nadine in die Stadt und gemeinsam haben wir uns dann auf die Suche nach einer Kneipe gemacht, wo wir uns gemütlich hinsetzen und ein bisschen in meinen Geburtstag reinfeiern könnten.

Um 12 wurde mir stilecht französisch gesungen, Geschenke und ein klitzekleines Törtchen MIT Kerze habe ich auch schon bekommen, und dann beschlossen wir, schnell mit der letzten Tram um 0.30 zur Uni zurück zu fahren, weils richtig böse anfing zu regnen. 

Da haben wir uns dann noch bis 3.00 bei Lisa im Zimmer festgequatscht, bevor es nach dem Geschenke-Auspacken (die von Anne & Anne und von Mama -danke!!!) ins Bett ging - um 8 mussten wir ja schon wieder raus, weil um 10.20 der Zug für Anne und Anne am Bahnhof ging und die Tram sonntags nur alle 15 Minuten fährt. Und duschen wollten die beiden in meiner "Riesendusche" ja auch noch. Am Bahnhof angekommen hat alles wunderbar geklappt, ich bin zum Wohnheim zurück gefahren und hab erstmal Paddüs und Yankas Geschenk ausgepackt. 

Ihr seid einfach die Besten. Hunger leiden werd ich auf jeden Fall nicht müssen in den nächsten Monaten, 2 Adventskalender hab ich jetzt auch, dank eurer selbstgebackenen Kekse bin ich auf die Vorweihnachtszeit schon gut eingestellt und die Elefanten-Plüsch-Hausschue sind einfach nur der Hit - und soooo schön warm und flauschig!!!

Gestern Abend haben wir dann noch gemeinsam bei Knabbereien und Getränken den Film geguckt, den die Paderborner Mädels mir geschenkt hatten, was auch sehr lustig war, und dann gings auch gegen kurz nach 23 Uhr wegen gravierender Müdigkeit ins Bett

Gleich treffen Katha und ich uns mit dem Rest unserer Gruppe für Business Case Studies, für die PPT-Präsi am Mittwoch, und dann ist von 15-17 Uhr noch Uni. Morgen ist frei und wenn am Mittwoch die Präsentation rum ist, kann ich mich schon auf Sonntag freuen, denn ich werd heute noch die Anmeldung für die Fahrt mit dem Auslandsamt hier nach Versailles tätigen - da gehts dann am Sonntag für einen Tag hin, das wird sicher auch richtig gut

Liebe Grüße ins Siegerland und danke für all die lieben Glückwünsche!

10.11.08 10:32


Erholt wieder da

So meine Lieben,

die Ferien sind seit gestern 15.00 offiziell vorbei - und der Unistress geht schon wieder los. Nichtsdestotrotz hab ich ne Woche richtig entspannt und das Nichts-Tun mal so richtig genossen - danke, Schatz

Wieder angekommen, hört man erschreckendes aus Deutschland. Juliane war in Paderborn, wo nun auch der normale Salat in der Mensa abgewogen wird - Nadine ist ihrer Lebensgrundlage somit bei Rückkehr beraubt. Wir werden es ihr noch mitteilen müssen. Zur Erklärung: Sie hatte in Paderborn das "Wie packe ich so viel Salat wie möglich in mein Schüsselchen?"-System absolut perfektioniert und sich somit mit 50 Cent durch den Tag gebracht - denn IHR gefülltes Salatschüsselchen füllte nach dem umdrehen hinter der Kasse einen ganzen Teller - und hat reichlich satt gemacht. Nun wird sie dafür wohl draufzahlen müssen

Auch nicht so lustig muss die Rückfahrt für Katha und Runa gewesen sein - wie ihr vielleicht mitbekommen, gabs Samstag Strom-Probleme mit allen TGVs aus Paris raus, weil irgendwer auf Stromkabel geschossen hatte. Daher saßen Runa und Katha dann erstmal ewig in Montparnasse fest, sind dann mitm TER (Nahverkehr, also lange unterwegs) bis Chartres gefahren, von da aus mitm Bus irgendwoanders hin und dann mitm Zug zurück in Richtung Le Mans - wo sie dann nachts um 2 angekommen sind, wo natürlich keine Tram mehr fährt. Noch dazu waren allen Taxen weg - aber der Dönermann vom Dönerladen vorm Bahnhof war so nett, sie bis zur Uni zu fahren. Auch nicht schlecht.

Da habe ich dann doch mehr Glück gehabt, auch wenn die Reise im "Nachtzug" etwas abenteuerlich und vor allem so zugig war, dass ich mich heute noch mit nem standhaften Schnupfen rumschlage.

Immerhin scheint gerade die Sonne so richtig schön auf mich - da macht Aufstehen doch gleich viel mehr Spaß. Und Einkaufen war ich auch schon - produktiver Dienstag bisher.

Nächste Woche ist dann am Dienstag frei, Mittwoch ist mein Gruppe (mit Katha und 4 Franzosen) in Business Case Studies mit der Präsentation dran - wir sind die armen Schweine, die zuerst dran sind und somit am wenigsten Zeit zum Vorbereiten haben - andererseits dann weniger Stress, wenn die letzten Klausuren kommen, und das wird bald sein. Wir befinden uns nämlich inzwischen in Woche 8 von 12 Wochen Semester und schon in Woche 12 sind uns einige Klausuren angekündigt. 

 Wann ich Weihnachten nun nach Hause kommen werde, weiß ich allerdings immer noch nicht, da die meisten Klausurtermine erst Ende November bekanntgegeben werden - großes Kino. Was ich wiederum schon weiß, ist, dass ich am 28.12. im Zug in Richtung Ralf sitzen werde, wo ich dann über Silvester ne Woche verbringe, bevor's am 4.1. zum 2. Semester zurück hierher geht. 

 Neben all dem Stress und dem Chaos ein Lichtblick: gerüchtehalber ist für den 16.11. eine Besichtigung von Versailles für alle Austauschstudenten, die Interesse haben, angesetzt, außerdem soll es im Laufe der kommenden Monate wohl noch in die Normandie, zum Mont-Saint-Michel usw. gehen - wuhu!

Apropos Ausflüge, Freitag abend fahr ich dann nach Paris, um Anne & Anne einzusammeln, wir übernachten in ner Jugendherberge, gucken uns Samstag die Stadt an (laut Wettervorhersage soll die Sonne scheinen, wir sind einfach Glückspilze) und dann gehts um 18.00 nach Le Mans. Kurz Sachen im Wohnheim abladen, dann direkt weiter in die Stadt, wo ich schon in ner Crêperie nen Tisch reserviert hab (Omas Sponsoring sei Dank ) und dann gehen wir mit n paar Mädels ausm Studiengang was Trinken und in meinen Geburtstag reinfeiern <img xsrc=

Gleich geht's erstmal in die Mensa und dann ist auch schon wieder Uni bis 15.30, um 17.00 treffen wir uns dann mit unserer Gruppe für Business Case Studies, dann steht noch Sport an. Der Terminplan ist also mal wieder gut gefüllt. Machts gut, ich berichte dann Sonntag nach dem Wochenende, bestimmt mit vielen tollen Fotos

 

4.11.08 11:24


Klausuren, Stress und Toussaint-Ferien

Uff. Was für 2 Wochen. Die ersten 3 Klausuren sind geschrieben, der Commentaire composé ist getippt, korrigiert und abgegeben und Woche 7 von 12 Uni-Wochen im Wintersemester ist vorbei. Und nun sind endlich erstmal Ferien, wenn auch nur eine Woche - ein Hoch auf Allerheiligen. Und dann ist am 11. 11. ja auch schon wieder ein Tag frei wegen "Armistice" (Waffenstillstand 1918).

Aber die Ferien sind auch mehr als verdient. 

Am Donnerstag war die 1. von 2 Klausuren in Übersetzung Englisch-Französisch, Französisch-Englisch. An und für sich schon der Horror, von einer Fremdsprache in eine andere zu übersetzen. Aber hey, M. Daumas wusste das alles noch zu "verschönern". Nachdem wir die Klausur nach 2 Stunden abgegeben hatten, blieb ja noch die letzte der 3 Stunden, die wir jeden Donnerstag bei ihm haben, und natürlich haben wir da noch weitergemacht... Dabei strahlte Daumas uns glücklich an und verkündete, dass Vera seine E-Mail soeben erhalten habe. Verwunderung unsererseits. Wir wussten, dass Vera schon vor Monaten ein Flugticket 2 Tage vor Ferienbeginn nach Deutschland gebucht hatte, weil sie eine Uni-Party am Donnerstag nicht verpassen wollte. Blöd nur, dass Daumas dann letzte Woche verkündete, er würde ne erste Klausur schreiben. Also sprach sie mit ihm und hat ihm irgend ne Story erzählt, warum sie nicht da ist. Klar, wer würde auch sein Ticket verfallen lassen. ABER: Uns sagte sie, sie werde die Klausur nachschreiben. Was Daumas uns dann am Donnerstag offenbarte: Madame darf die Klausur zu Hause, ohne jeglichste Kontrolle, am PC schreiben und bekommt dafür, dass sie ja tippen und nicht handschrifltich schreiben muss, noch zusätzliche Zeit. Ist klar.

Dass Word z.B. sämtliche Rechtschreib- und Accord-Fehler automatisch berichtigt, hatte Monsieur leider nicht bedacht, schien ihn aber als wir ihn drauf hinwiesen, nicht weiter zu stören. Und unsere Aufregung darüber, dass sie die Klausur einfach so schreiben darf (die in Frankreich gängige Lösung, wenn man nicht da ist bei ner Klausur: 0 Punkte), ohne jeglichste Kontrolle, und das bei ner Übersetzung, wo sie problemlos 2 oder 3 Wörter nachgucken kann, ohne dass er es ihr jemals nachweisen könnte, war für ihn auch nicht nachvollziehbar - wieso vertrauen wir denn Vera nicht?

Weil, wie Jost so schön sagte, in einer Prüfungssituation wohl jeder versuchen würde, für sich selbst das Beste rauszuholen. Daraufhin Daumas nur entsetzt "Ich soll also nie wieder irgendwem vertrauen?". Irgendwie rafft er es nicht.. 

Naja, die Sache ist jetzt erstma gelaufen, wir warten ab, was das Ergebnis ist, und wenn das Ergebnis dann eklatant unterschiedlich vom Rest von uns ist, werden wir wohl Frau Ströder gegenüber den Mund aufmachen müssen. Scheiß Situation für Vera, falls sie wirklich alles von selbst geschafft hat, aber wer lässt sich auch auf so was ein und versucht dann noch, es vor dem Rest der "Gruppe" geheim zu halten..

 

Auch sonst gäbs noch einiges zu erzählen, aber da ich mich nachher in die Tram, dann von Le Mans nach Paris, von Paris nach Mannheim und von Mannheim nach Berlin machen werde, ist hier für heute mal Schluss (achja, Eva: Guck, es gibt sogar nen ICE direkt von Paris nach Mannheim und umgekehrt ;D ) und wünsch euch ne schöne Woche, wenn was ist, bin ich per Handy erreichbar =)

Ich hoffe, die Bahn ist mir gewogen und ich komm planmäßig um 21.36 am Ostbahnhof an Drückt mir die Daumen. 

25.10.08 08:08


Nächtliche Ruhestörungen, Streik und Wollbäume

Nichtmal 2 Wochen ist es her, dass ich das letzte Mal hab verlauten lassen, was so passiert ist - und schon wächst die Liste der Neuigkeiten ins Unermessliche - also hört ihr mal wieder von mir.

 Und die Woche fing gleich mit 3 Ausfällen an:

Gestern vor einer Woche gings los - mit Feueralarm. Morgens um 7.  Und das schöne - das Ding was dem Lärm macht, ist direkt vor meiner Zimmertür. Da ich die Tür mal kurz aufgemacht hatte, um zu gucken, ob wirklich was ist, oder nicht, beschloss ich eigentlich, mich wieder ins Bett zu legen und weiterzuschlafen - man hatte uns schon vorgewarnt, dass es öfter Probe- und Fehlalarm gibt. Nach 2 Minuten konnt ich den fiesen Lärm dann absolut nicht mehr ertragen und bin runter vor die Tür gewatschelt - wo noch 3 grandiose andere Menschen standen, inkl. der andern Lisa, die sich am Tag vorher den Knöchel verstaucht hatte und nur humpeln konnte. Die hat sich gefreut... Als das fiese Geräusch dann endlich vorbei war (selbst WENN es ein Probealarm war - weder Feuerwehr noch wer von der Loge/Rezeption war da, klasse, wenn das auch so ist, wenns wirklich mal brennt.. ) sind wir dann wieder ins Bett gefallen, nachdem uns n Franzose noch erklärte, dass manche Leute Spaß dran haben, die Leute so morgens am Wochenende ausm Bett zu schmeißen - herzlichsten Dank. Immerhin hat er uns danach noch ne gute Nacht gewünscht. 

Montag wollte ich dann Annes Geburtstagsgeschenk, das ich schon ne Woche vorher gekauft und in den tollen, für bis zu 500g zugelassenen großen Briefumschlag gepackt, der aus Hartpappe besteht, einfach nur am Wohnheim in den Briefkasten werfen. War wohl nix - der Schlitz war schmaler als der Umschlag, der nicht knickbar ist - also Dienstag ab in die Stadt, um den Brief dort in der Post abzugeben. Stellt sich die Frage, wer diese Umschläge designed - und ob er denjenigen kennt, der die Schlitzbreite für die Briefkästen festlegt. Man, man, man...

Dienstag sind dann 2 von 4 Veranstaltungen ausgefallen - Grund zur Freude, wir hätten mal stressfrei in die Mensa gehen können. Denkste. Streik. Also ab in die Küche und selbst was zu essen machen.. Wär ja auch komisch gewesen, wenn mal was geklappt hätte... Aber schön war Katha "wooooo hängt der Zettel???? Hängt der noch??? Ich will da n Foto von machen!!!! Mein erster Streik!!!" (Ja, ich hab auchn Foto gemacht mitm Handy.. Was muss, das muss )

 Im Laufe der Woche hab ich mich dann außerdem bei Facebook registriert (Anne, erklär Mama mal was das ist ) - und gleich 2 richtig große Entdeckungen gemacht - Jelena (Serbien) und Marisa (Südafrika). Jelena hab ich das letzte mal am Ende der 4. Klasse gesehen, Marisa 2 oder 3 Jahre später nochmal, als sie aus Südafrika nochmal zu nem Schüleraustausch in Köln war. mit beiden hatte sich der Kontakt wegen Problemen bei der zustellung von Briefen & Mails verloren, Marisa hat mir dann auch gleich ne richtig lange Nachricht geschrieben und erzählt, dass sie seit sie bei Facebook angemeldet war, in regelmäßigen Abständen versucht hat, mich dort zu finden - und sich riesig freut, mich nun wiedergefunden zu haben. Schon krass, was für Distanzen man durchs Internet nun so problemlos überbrücken kann.

 Einen kleinen Abschnitt möcht ich diesmal den Franzosen und ihren Sprach-Eigenheiten widmen. Herrlich gelacht haben wir am Donnerstag in Übersetzung (Französisch-Englisch). Anne-sSophie wollte mit ihrem Vokabelwissen (was wirklich unglaublich ist und Worte wie "Kaiserschnitt" beinhaltet) glänzen - nur leider hat sie die Wörter in ihrem Kopf verdreht. Marion fragte, was "Cotton" auf Deutsch heißt, und Anne-So verkündete strahlend "Wollbaum!!!". Die Sympathien der Deutschen waren ihr sicher - einfach nur zu süß.

Seit letzter Woche hab ich außerdem französisches Fernsehen dank TNT-USB-Stick (TNT ist hier nicht weiter explosiv, sondern einfach nur Télévision Numérique Terrestre ). Nachdem wir gestern aus Nantes zurückgekommen waren, hab ich nebenbei noch ein bisschen Fußball geguckt (Frankreich-Rumänien). Laut lachen musste ich dann während der Halbzeitpause, als ich nicht hingeguckt, sondern nur mitgehört habe und mich fragte, was zur Hölle "Gilette Mack Trois" sein soll - bis ich hinguckte, und merkte, dass der Rasierer auch bei denen "Mach 3" heißt - und halt französisch ausgesprochen wird.

 Apropos Nantes - da waren wir Freitag und Samstag zu den "Paroles d'Européens". Freitag hieß es also um 4.00 aufstehen, weil um 6.14 unser Zug vom Bahnhof nach Nantes ging, um püntklich um halb 9 in der Fac Médecine zu sein, wo die Eröffnungsveranstaltung stattfand. Das ganze war eine Veranstaltung, die Sarko im Rahmen der frz. EU-Ratspräsidentschaft in einigen großen frz. Städten organisiert hat. In Nantes waren Freitag und Samstag 500 Jugendliche aus allen 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie aus der Türkei, Russland, Weißrussland, dem Balkan etc. da, um in 4 Ateliers über die Zukunft Europas zu diskutieren. Pro Atelier (Die Themen waren "Renforcer les liens entre l’Europe et ses citoyens" -  Die Verbindungen zwischen Europa und seinen Bürgern stärken, "Bâtir une Europe innovante et solidaire" - Ein innovatives und solidarisches Europa errichten,  "Construire l’Europe du développement durable" - Ein Europa der nachhaltigen Entwicklung entwerfen, und "Positionner l’Europe dans le monde de demain" - Europa in der Welt von morgen positionnieren) gab es 6 Arbeitsgruppen à ca. 20 Jugendlichen, die sich zu den Themen Gedanken gemacht und jeweils 6 Vorschläge erarbeitet haben. Pro Gruppe wurde dann ein Sprecher gewählt, und alle Sprecher zusammen haben dann pro Atelier 6 Vorschläge ausgewählt. Diese standen dann Samstag Vormittag zur Abstimmung, bevor sie dann bei einer im frz. Parlaments-Fernsehsender live Übertragnen Debatte dem frz. Außenminister Jean-Pierre Jouyet sowie 2 Mitgliedern des zukünftigen Rats der Weisen (Felipe González und Vaira Vīķe-Freiberga), der über die Zukunft Europas nachdenk soll, vorgestellt werden. Das ganze Projekt ist dazu gedacht, der Jugend als "Zukunft Europas" die Gelegenheit zur Mitgestaltung zu geben und den beiden Mitgliedern des Rats der Weisen einige Denkanstöße mit auf den Weg zu geben.

Insgesamt war das ganze ne richtig gute Erfahrung. Die Organisation war super, ein Atelier war sehr gemischt (ich war im 1., vom Thema her) - 7 Franzosen, mit mir 3 Deutsche, eine Brasilianerin, die in Frankreich lebt, 1 Weißrussin, 1 Kroate, 1 Rumänin... Die Ateliers gingen von 10.30 bis 19.30, zwischendurch gab es einige Pausen sowie eine Stunde, in der ein "témoin" in die Ateliers kam - ein Mensch aus dem Berufsleben, in unserem Fall eine Frau, die in einem ThinkTank in Nantes arbeitet und sich dort viel mit Europa beschäftigt, um mit uns aus ihrem/seinem Blickwinkel die bisher erarbeiteten Vorschläge zu diskutieren.

Im Anschluss ging es dann in das (wunderschöne!!! Nantes ist sowieso ne unglaublich schöne Stadt) Musée des Beaux Arts, wo der Bürgermeister und González eine kleine Ansprache gehalten haben, bevor das riesige Buffett eröffnet wurde - da hat man sich mal wirklich richtig Mühe gegeben. Wer wollte, konnte sich dann auf eigene Faust das Museum noch anschauen. Für 21.30 war dann eine nächtliche Besichtigung des "Château des Ducs de Bretagne" geplant, an der wir leider nicht teilnehmen konntne, weil wir unsere Sachen erstmal in die Jugendherberge bringen mussten (abgesehen von 13 Euro für Hin- und Rückfahrt mit dem Zug hat uns das Ganze übrigens nichts gekostet). Im Anschluss konnte man dann noch ins "Lieu Unique", eine Art Bar, in der auch Kunst ausgestellt wird - wie der Name schon sagt also ein einzigartiger Ort. Dort hatten wir mit einem Gutschein noch ein Freigetränk und konnten den Abend ausklingen lassen, bevor wir dann gegen 1.00 total fertig ins Bett gefallen sind (immerhin waren wir 21 Stunden am Stück auf den Beinen und hatten ein nicht unanspruchsvolles Programm hinter uns).

Samstag vormittag gings dann um 7.30 wieder ausm Bett, um 8 fuhr ein Bus von der Jugendherberge zur Cité internationale de Congrès, wo uns nach einer Untersuchung mit Detektoren erstmal ein Frühstücksbuffet erwartete. Danach durften diejenigen, die freitags an den Ateliers teilgenommen hatten, in den Saal, wo man mit einer lustigen Fernbedienung zum Abstimmen ausgestatttet wurde. Während des Frühsücksbuffets hatten wir einen Zettel mit den 24 Vorschlägen bekommen, auf die sich die Sprecher der Ateliers am Vorabend geeinigt hatten. Nun durften wir pro Atelier 3 von 6 Themen abstimmen, die dann der Kommission währen der Live-Übertragung vorgestellt und zur Debatte angeboten wurden. Nach der Abstimmung wurde der Saal dann für die Öffentlichkeit geöffnet und füllte sich auch erstaunlich schnell.


Dann ging das große Theater los - Kameras überall... Jessi und ich haben natürlich  das große Glück gehabt, dass ein Kameramann die super Idee hatte, sich direkt im Gang neben uns niederzulassen, so dass wir dann total verpennt und fertig gestern mehrfach live im frz. Fernsehen zu sehen waren - auch wenns sicherlich nicht viele Leute gesehen haben. Die ganze Sendung steht nun aber auch im Internet. Nach 2 Stunden Liveübertragung ging's dann wieder raus zum abschließenden Mittagsbuffet.

Danach sind wir noch bis 18.00 in der Stadt geblieben und haben uns den "Jardin des Plantes" angeguckt, da gestern nochmal richtig geniales Wetter (ca. 27° tagsüber) hatten und das ausnutzen wollten. Gegen 20.00 sind wir dann total kaputt an der Uni angekommen und ich hab erstmal von 23.00 bis 10.30 durcheschlafen. Den Rest des Tages verbring ich nun noch mit Unikram (Dienstag droht die erste Klausur..) und dann gehts morgen in die vorletzte Uni-Woche vor den Allerheiligenferien.

Macht' gut und einen schönen Rest-Sonntag noch

12.10.08 16:50


Aktuell(st)es

Inzwischen sind fast 2 Wochen vergangen, seit ich das letzte Mal geschrieben habe - und das mit gutem Grund: Beschäftigung - und zwar viel davon. Für die Uni gibt es unendlich viel zu erledigen, außerdem sind wir viel unterwegs, in der Stadt, bei Franzosen, beim Sport und so weiter. Die ersten Klausuren sind nach 3 1/2 Wochen Uni nun auch schon angekündigt und es gibt Referate, den Commentaire Composé, das Dossier für den Tandem-Kurs, die Bewerbung um Praktika, die Planung für die Fahrt nach Nantes am 10./11. Oktober (Paroles d'européens) und ne Menge mehr zu erledigen.

Inzwischen kennt man die Dozenten und deren Ticks (Madame Soccard hat gestern wieder mit ihrem "Englisch" für Highlights gesorgt - ich zitiere "They fuckosed on ...." Es dauerte ein ziemliche Weile, bis wir unser breites Grinsen unterdrücken konnten und verstanden haben, dass sie "focused" meinte... ) und auch an den Frontal-Lehrstil hat man sich fast wieder gewöhnt (viele Dozenten haben aber auch Mitleid mit uns und versuchen, das ganze interaktiver zu gestalten). 

Und auch sonst birgt das französische Leben immer weniger Geheimnisse, soeben habe ich den ersten Scheck meines Lebens (für die Miete im Wohnheim, die entweder bar oder per Scheck bezahlt werden muss - Überweisungen sind wohl zu modern.. ) ausgestellt, was hier übrigens Gang und Gäbe ist.

Erasmus-Geld für die ersten 5 Monate und der erste Schwung vom Stadtstipendium sind auch schon eingetroffen, ausnahmsweise läuft da also mal alles besser und schneller, als man uns angekündigt hat - positive Überraschung

 Seit gestern ist Frau Langenbacher hier, um mit Frau Ströder zusammen den Antrag zur Aufnahme des Studiengangs in die DFH (Deutsch-Französische Hochschule) vorzubereiten und hat uns gestern getroffen, um sich zu informieren, wie es uns geht, und sich alle Wehwehchen ("Ich hab da noch nen Schein in Paderborn, den ich nicht abholen kan...." angehört und aufgeschrieben, um sich drum zu kümmern. Irgendwie lustig, so ein "Stück Heimat" auf einmal hier zu haben.

Genauso schön war es, Delphine, eine der Studentinnen aus LE Mans, die letztes Jahr im 3. Jahr in Paderborn waren, wiederzusehen. Sie studiert in Paderborn weiter und hat nach dem Bachelor jetzt auf Lehramt gewechselt, besucht aber momentan ihre Eltern für 2 Wochen. Herrlich, von ihr die neuesten Geschichten aus Paderborn zu hören und erzählt zu bekommen, wie es ihr so geht. Außerdem waren wir mit ihr auf nem Konzert, weil am Samstag "Forum des jeunes" in der Innenstadt war und abends von 20 bis 24 Uhr gratis Konzerte stattgefunden haben. Als es dann gegen 23 Uhr richtig kalt wurde, haben wir uns noch in ein Café gesetzte und (der Kellner guckte nicht schlecht, weil alle Gäste um uns rum Bier tranken) einheitlich Kakao bestellt haben (zwecks aufwärmen). 

Bisher hatten wir einen wunderschönen Herbstanfang, seit vorgestern wird es langsam bewölkt und nieselt zwischendurch, die Temperaturen sind tagsüber auch "nur" noch bei 15 Grad - was im Vergleich zu den durchgängigen 20 Grad der letzten Wochen schon frisch erscheint. 

 

Was gibt's neues bei euch, bei wem hat die Uni schon wieder angefangen und was stellt ihr so an?

Meldet euch

 

1.10.08 10:39


M. Letournel, Step und Yoga

Am Montag war der Tag dann zum ersten Mal komplett, M. Letournel, der Ersatz für den Kerl, der den Französisch-Sprachkurs eigentlich machen sollte, war da. Und reichlich unterhaltsam noch dazu. Erzählte erstmal, dass er erst vor 2 Wochen wieder in Frankreich angekommen ist und vorher viele Jahre in China und Japan war (sprechen sie Chinesisch? "Och jaaaaa, ein Bisschen, aber eher Japanisch. Dafür kann ich Englisch nicht und mein Deutsch ist eine Katastrophe." - ein paar Minuten später zitierte er irgend ein englisches Gedicht mit ziemlich guter Aussprache - der Mann hat's schon drauf..). Als er dann hörte, dass wir ebenfalls vor ca. 2 Wochen hier angekommen waren,war er total begeistert, sein ganzes Gesicht strahlte und er stieß ein "Mais non, c'est pas possible!!! Moi aussi!!!!" aus.. (Was er übrigens im Laufe der 2 Stunden noch mehrfach tat.. "Mais non!!! Vous faites tous L.E.A (Langes étrangères appliquées)? Vous avez tous des cours de littérature? Aaaaaah, c'est pas possible, j'adore la littérature.." ) Auch spannend war seine Selbstironie ("Tut mir ja Leid, aber ihr werdet euch bis Weihnachten mit mir altem Mann rumschlagen müssen...", und "Könntet ihr das machen - s'il vous plaît? - Und auch, wenn es euch nicht gefällt! Ist das nich ne komische Redewendung? Ihr habt ja eh keine Wahl, wieso fragt man da, ob euch das passt..." sowie seine Verunsicherungen (er hat ne sehr sanfte, leise Stimme und immer, wenn jemand jemandem was erklärte, weil der was nicht lesen konnte oder so, drehte er sich um, machte ein unglückliches Gesicht und fragte, ob er schlecht erklärt...

 

Am Dienstag ging's dann abends mit Sport los, Stepaerobic/Aerobic mit - wie sollte es anders sein - ca. 50 Weibern. Aber lustig war's trotzdem und Muskelkater hab ich heute noch... 

Viel spannender zum Erzählen ist allerdings Yoga, was dann gestern Abend folgte. "Gelehrt" wurde das ganze von einer etwas älteren Dame, die gewiss schon auf die 60 zugeht und uns erstmal ne Viertelstunde erzählte, wo Yoga eigentlich herkommt und dasses ja als ein Heilsweg aus dem Kreis der Wiedergeburten angesehen wird blablabla.. Katha und ich guckten uns schon LEICHT irritiert an, weil wir dachten, es bleibt bei den Übungen und nicht dem ganzen komischen drumrum...

Aber naja. Danach durften wir dann erstmal mit dem Daumen zwischen den beiden Augenbrauen reiben, um uns zu reinigen, anschließend gab es ziemlich lustige (für alle anderen, die nicht mitmachen müssen zumindest... man selbst kommt sich ziemlich dämlich vor) Atemübungen. Dann schwafelte die gute Frau nochmal ein bisschen drauf los, bevor wir uns ans Lernen der Aufwärmübungen (für deren Erlernen allein hat sie schon 4 der 11 Sitzungen angesetzt...) begeben durften. Die waren schon nicht ohne und haben auch durchaus Spaß gemacht, bis zu dem Moment, wo sie sagte "So und nun teilt euch in Dreiergruppen ein und macht alle diese Übungen nochmal - einer macht die Übung, die anderen beiden beobachten ihn dabei"... Naja, trotzdem gesagt getan, als das dann vorbei war, erzählte sie nochmal bissl was über Sanksrit und schrieb allen möglichen Kram an, bevor sie dann noch kurz erzählte, dass die fortgeschritteneren Übungen dann nicht nur zum Aufwärmen da sind sondern auch Muskelkontraktionen (O-Ton: "Hals, Bauch und Anus.."  und Katha und ich dachten uns beide nur "ÄÄÄäääh.. NEIN. Nicht mit mir..." beinhalten.. Danach gabs noch nen etwas krampfhaft erscheinenden "Moment der Ruhe", wo wir uns auf den Rücken legen und 5 Minuten lang auf unsere Atmung konzentrieren sollten und dann war's vorbei.

Insgesamt also mal ne Erfahrung, aber zumindest in dieser Form für uns nicht wirklich überzeugend - aber ja nicht weiter schlimm, weil wir uns nur freiwillig angemeldet hatten und die 20 Euro pro Semester eh fürs Steppen schon bezahlt werden mussten. Also kein Drama, wenn wir für uns diesen Heilsweg nicht weiter beschreiten...

 

Heute gehts dann noch an Spanisch und dann ist wirklich jeder Kurs einmal durchgestanden, morgen ist ja komplett frei und heute abend werden wir mit den Französinnen in die Stadt gehen, weil hier donnerstags Studentenabende in den Kneipen, Pubs und Discos sind, mit Themenabenden und was weiß ich nich noch alles. Samstag abend werden wir wahrscheinlich mit Margot in ein in der Nähe gelegenes Dorf fahren, wo ne in der frz. Studentenszene wohl recht beliebte Band spielen soll und der Rest des Wochenenedes wird für Hausaufgaben, lernen, wiederholen, suche des Projet Personnel und des Praktikums draufgehen... 

18.9.08 09:34


nuschelnde Griechen, Kino und Erkältung

Am Freitag war es so weit. Der Tag der Wahrheit. Die ersten 3 Stunden unseres Lebens bei M. Tsiklitiras, dem Grichen, der uns etwas über die Europäischen Institutionen erzählen soll. Wir betreten den Raum und er sitzt bereits drin - und es geht direkt los: er stellt ne Frage und man versteht kaum, was er will.. Nur das "allemand" konnte man erkennen und wir nicken eifrig. Und so geht es weiter. Zum Glück sitzen auch noch Leute aus "Droit" und einige andere Austauschstudenten sowie unsere 3 Französinnen mit im Kurs. M. Le Grec, wie wir ihn unter uns getauft haben, weil niemand seinen Namen aussprechen kann, will von den Jura-Leuten wissen, wo der Rest bleibt - und keiner von uns Deutschen versteht ihn. Wir gucken verwirrt unsere Französinnen an und sind erleichtert - auch die verziehen alle das Gesicht und erklären uns, dass sie nicht die geringste Ahnung haben, was er da gerade gefragt hat. Im dritten Anlauf schafft er es, verständlich zu machen, was er will und bekommt von den Jura-Leuten die entsprechende Antwort.

Ansonsten ist der gute Herr ein wirklich netter Mann, der sich bestimmt tausendmal erkundigt hat, ob wir ihn verstehen und sich sobald er wusste, dass Deutsche dazwischensitzen wirklich Mühe gegeben hat, langsamer zu sprechen und seine Sätze nochmal zu wiederholen. Außerdem gehört er zu der in Frankreich seltenen Sorte, der es gut mit den Studenten meint und uns nach jeweils einer Stunde der 3 Stunden 10 Minuten Pause gönnt.  Lustig wird es nur dann, wenn er sich in Rage redet, weil er sich so über das freut, was er da gerade erzählt - dann wird er schneller, rollte alle R's ganz furchtbar und fängt an zu nuscheln, man hört fast nur noch "rrrr" und "schschhsch" und hat das Gefühl, mit einem sehr betrunkenen Franzosen zu sprechen. Was ihn aber nicht weniger sympatisch macht.

Gestern gegen 18.00 haben wir uns dann mit Margot und Fanette getroffen, um gemeinsam ins Kino zu gehen. "Be Happy", so der französische Titel, wurde im Kino, das viele Independent-Filme zeigt, im englischen Original mit französischen Untertiteln gezeigt. Ziemlich lustig für uns: der Originaltitel ist "Happy go lucky", aber das war für die Franzosen wohl zu schwer, daher in Frankreich also "Be Happy". Der Film war ziemlich unterhaltsam und wir haben hinterher nicht übel über einige Stellen gelacht, als wir mit Margot noch ein paar Cafés/Kneipen in der Stadt erkundet haben. Gegen 23.00 hatte sie dann noch ne Verabredung und hat uns allein gelassen. Wir sind dann noch in den Irish Pub ("Mulligan's", sprich "Mülligans" und oder "Mouligans"... :-D ) gegangen, bevor wir um halb 1 mit der letzten Tram in Richtung Uni zurückgefahren sind. Dann gings auch direkt ins Bett, weil ich schon merkte, dass ne Erkältung im Anmarsch war.

 Heute hab ich dann erstmal bis halb 11 ausgeschlafen, um von 12 bis 18 Uhr Übersetzung, Tandem-Tagebuch und ähnlichen Kram zu erledigen - krass, wie viel Zeit hier schon die normalen "Hausaufgaben" in Anspruch nehmen - das wird noch spaßig.

Den Rest des Tages werd ich nun tee-trinkend und im Bett verbringen, noch ein bisschen Lesen, vielleicht kurz zu Hause anrufen (Mama und Papa müssten heute aus dem Urlaub wiedergekommen sein) und dann relativ früh schlafen, in der Hoffnung, dass ich morgen die Erkältung soweit wieder los bin. 

Morgen geht dann auch der berüchtigte Französisch-Kurs los und Dienstag und Mittwoch beginnen die Sportkurse, Donnerstag dann noch Spanisch und dann ist meine Alltags-Woche komplett und ich kann mich wirklich an den Alltagstrott gewöhnen

 

14.9.08 19:25


Skype

Achja, ich habe gerade bei Skype das Deutschland-Package für 3 Euro im Monat freigeschaltet, kann jetzt 10.000 Minuten / Monat ins dt. Festnetz anrufen, also wenn ihr mal das Bedürfnis habt, mit mir zu sprechen, meldet euch - muss das dann nur mit meiner Freizeit koordinieren

 

12.9.08 12:36


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